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Hier sind einige wichtige Erkrankungen unserer Stubentigern kurz erläutert. Mit jeweiligen Links zu Informativen Seiten…

 

HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie):

HCM ist eine Veränderung des Herzmuskels, die dazu führt, dass die Leistung des Herzens herabgesetzt wird. Bei dieser Erkrankung ist die linke Herzkammer betroffen, die durch eine Verdickung des Herzmuskels ein zu geringes Volumen bietet, um das Blut aus dem Körperkreislauf des Tieres zu pumpen. Unbehandelt führt diese Erkrankung zum sicheren Tod des Tieres durch Herzversagen.

 

HCM ist ebenfalls ein Gendefekt, der von einem oder beiden Elterntieren vererbt werden kann. Leider sind unsere Britisch Kurzhaar (BKH) auch von dieser Erkrankung häufig betroffen.

 

Um HCM feststellen zu können wird eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durchgeführt. Leider kann man genetische HCM mit Sicherheit erst nach dem 6. Lebensjahr der Katze ausschließen, da sich die Krankheit bis zu diesem Zeitpunkt ausbilden kann. Zur Sicherheit in einer Zucht sollte diese Untersuchung dennoch zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr durchgeführt werden.

 

Ein an HCM erkranktes Tier sollte unbedingt aus der Zucht genommen werden, um diese Krankheit nicht weiter zu vererben !!!

 

...Hier gibt es mehr nachzulesen über HCM...

 

 

FIP (Feline infektiöse Peritonitis)

FIP ist eine infektiöse Bauchfellentzündung, die durch den Corona-Virus entsteht. Dieser kommt in 90% aller Katzenbestände vor und ist sehr ansteckend. Er kann von Tier zu Tier übertragen werden.

Bei unter 5% der mit dem Corona-Virus infizierten Katzen entsteht eine Mutation dessen, wodurch das Tier an FIP erkrankt.

Er endet, erst einmal ausgebrochen, immer tödlich. Kitten können schon in der Gebärmutter betroffener Tiere mit dem Corona-Virus infiziert werden. Auch der Mensch kann den Virus durch Streicheln anderer Tiere oder über seine Straßenschuhe in die Umgebung der Katze bringen.

 

Wichtig ist, dass nur der Corona Virus ansteckend ist und NICHT die Mutation FIP. In Folge dessen ist es nicht notwendig ein an FIP erkranktes Tier zu separieren.

 

FIP wird in zwei Verlaufsformen unterteilt:

 

Die "feuchte Verlaufsform" äußert sich durch einen mit Flüssigkeit gefüllten, sehr dicken und weichen Bauch des Tieres bei schlechtem Allgemeinbefinden. Eine Flüssigkeitsansammlung kann jedoch auch im Brustraum stattfinden.

Die "trockene Verlaufsform" äußert sich durch mehrere Symptome wie Erbrechen, Durchfall und starke Abmagerung des Tieres.

Für Tiere, die einmal an FIP erkrankt sind, gibt es keine Heilung, lediglich eine Therapie zur Linderung der Begleitsymptome und der Schmerzen.
Die beste Hilfe für ein erkranktes Tier sind somit eine stressfreie Umgebung, eine gute Ernährung und vor allem Liebe vonseiten der Bezugspersonen. Trotzdem ist es ratsam, einem Tier im fortgeschrittenem Krankheitsverlauf einen letzten Freundschaftsdienst zu erweisen und es von seinen Qualen zu erlösen.

 

FIP wird durch eine Blutabnahme oder punktierte Flüssigkeit festgestellt. Die "trockene Form" bleibt  oft lange unbemerkt und ist zu 100% nur durch eine Obduktion des toten Tieres festzustellen.

 

...Eine sehr informative Seite über FIP gibt es hier zu finden...

 

 

PKD (Polyzystische Nierenerkrankung):

Die polyzystische Nierenerkrankung ist eine Erbkrankheit, die vor allem Perserkatzen und Siamkatzen betrifft. Etwa 38% der Perserkatzen sind betroffen. Leider hat sich die Erbkrankheit auch in die Rassen übertragen, in die Perserkatzen eingekreuzt wurden Somit sind auch unsere BKH möglicherweise Träger dieser Krankheit.

 

Bei der PKD bilden sich flüssigkeitsgefüllte Zysten in den Nieren, die dann das Nierenversagen verursachen und zum Tode der Katze führen.

 

Es gibt einen Gentest für diese Krankheit. Will man sich eine Katze kaufen, sollte man darauf achten, dass beide Elternteile negativ getestet wurden. Ein verantwortungsvoller Züchter sollte nur mit negativ getesteten Tieren züchten.

 

... ein paar Aspekte zu PKD...

 

 

FeLV / Leukose oder Katzenleukämie

FeLV (Feline Leukämie Virus) ist eine Virusinfektionskrankheit der Katze, die durch das Katzenleukämievirus hervorgerufen wird.

Auch wenn die Katzenleukose seit Einführung der Leukoseimpfung vor wenigen Jahren in ihrer Häufigkeit zurückzugehen scheint, ist sie neben der FIP nach wie vor die häufigste tödliche Infektionskrankheit der Katzen.

 

FeLV befrifft Katzen jeden Alters. Von der Ansteckung bis zum Auftreten der Erkrankung können manchmal mehrere Jahre vergehen.
Dennoch wird der Erreger auch in dieser Phase über den Speichel ausgeschieden. Es können also nicht nur kranke, sondern auch gesund erscheindende, aber infizierte Katzen das Virus auf andere Katzen übertragen.

Die Krankheit wird über Speichel, aber auch über Urin und Kot übertragen. Aufgrund dieses Ansteckungsweges sind besonders freilaufende Katzen, und hier besonders unkastrierte Kater, die häufig in Revierkämpfe mit anderen Katzen verwickelt sind, betroffen. Aber auch bei Gruppenhaltungen in Katzenpensionen oder Tierheimen ist die Ansteckungsgefahr durch gemeinsame Futter- und Wassernäpfe durchaus gegeben.

 

Die Katzenleukose zeigt die vielfältigsten Krankheitsbilder:

 

Sie beginnt oft mit allgemeiner Abgeschlagenheit, Fieber, Appetitlosigkeit und plötzlicher Abmagerung. Blasse Schleimhäute infolge von Blutbildungsstörungen, Blutarmut sowie Entzündungen am Zahnfleisch sind auch keine Seltenheit.

Auch können bösartige Wucherungen an inneren Organen wie Leber, Niere und Darm auftreten.

Die größte Gefahr bei der Katzenleukose besteht in der Schwächung der allgemeinen Abwehrkraft durch das Virus. Die Katzenleukose ist somit auch die Basis für viele andere, oft tödlich verlaufende Erkrankungen.

 

.... Hier gibt es mehr zu lesen...

 

 

FIV / Feline Immunschwächevirus oder Katzenaids

FIV (Feline Immunschwächevirus) ist neben FeLV ein zweites Virus, dass das Immunsystem der Katze stark schädigen kann. Es ist ähnlich, wie das HIV Virus beim Menschen.
Diese Erkentnis ist relativ neu und das Virus wurde 1986 erstmals in den USA isoliert.

 

Die Übertragung von FIV findet hauptsächlich durch Bisse statt. Zwangsläufig tritt die Krankheit also gehäuft bei freilaufenden Katern auf, die sich gegenseitig bei Revierkämpfen verletzen bzw beim Nackenbiss beim Deckakt.

 

Die Symptome der FIV-Infektion ähneln denen der Katzenleukose. Es wird eine vermehrte Anfälligkeit für Tumore gesehen, aber auch chronische Zahnfleischentzündungen, verursacht durch Sekundärinfektionen (nachfolgende Infektionen) wie z.B Caliciviren.

Nur das klinische Bild in Verbindung mit Laborergebnissen erlaubt eine Unterscheidung zwischen beiden Erkrankungsformen.

Das wiederum ist ausschließlich mit Hilfe eines spezifischen Virusnachweises möglich, den der Tierarzt im Verdachtsfall zur Absicherung seiner Diagnose durchführen kann.

 

 

....mehr dazu hier....