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Wenn man einige Aspekte beim Kauf und der Haltung von Katzen beachtet sind sie genügsame Mitbewohner, die keine allzu großen Ansprüche an ihren Halter stellen.

 

Im Verlauf dieses Artikels möchte ich diese Aspekte benennen und kurz (!) erläutern, damit genau diese Fehler vermieden werden können und Ihnen und Ihrem Stubentiger einen bestmöglichen Start in die Zukunft bevorsteht.

 

Unüberlegte Anschaffung

Katzenkinder, so süß sie auch sein mögen, eignen sich nicht als vorschnelles Geschenk oder Anschaffung „mal eben so“.

Es sind Lebewesen, die eigene Bedürfnisse haben und dessen Haltung Verantwortung dem Tier gegenüber und auch Kosten mit sich bringen. Eine Katze kann durchschnittlich 8-15 Jahre alt werden, und auch das süßeste Katzenkind wird irgendwann einmal erwachsen. Ältere Katzen werden schneller krank oder brauchen Medikamente, Zahnbehandlungen, etc. Darüber müssen Sie sich vor der Anschaffung im klaren sein. Außerdem wird eine Katze Ihre Aufmerksamkeit fordern. Sie möchte zwischendurch schmusen oder spielen und vor allem aktiv an Ihrem Leben teilhaben.

Können Sie sich vorstellen diese Bedürfnisse zu erfüllen, oder könnte sie irgendwann „nervig“ werden ?

 

 

Kauf bei einem unseriösen „Anbieter“ / zu junge Kitten

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Menschen, die Katzen „spottbillig“ oder als „Schnäppchen“ zum Verkauf anbieten.

Bei solchen Anzeigen ist Vorsicht geboten !!!

Natürlich können diese Katzenkinder nichts dazu und trotzdem sind sie süß. Allerdings beeinflussen die ersten Wochen einer Katze ihr weiteres Leben maßgeblich. Sei es nun ihr Sozialverhalten, spätere Verhaltensauffälligkeiten, der Umgang mit Artgenossen, Stubenreinheit oder ihre Gesundheit.

Deswegen ist es umso wichtiger ein Kitten aus einer „guten Sozialstruktur“ und niemals vor der 12 Lebenswoche zu erwerben.

Erst ab diesem Zeitpunkt ist die Entwicklung der Katze soweit gefestigt, dass ein Kitten in sein neues Zuhause ziehen kann und sich körperlich und seelisch gut entwickelt.

Nur, wie soll es das lernen können, wenn es bereits mit 8 Wochen von der Mutter weggenommen wird?

Diese Kitten entwickeln meist Verhaltensstörungen, sind unsauber und werden aggressiv im Umgang mit Menschen. Dazu kommt, dass diese „Schnäppchentiere“ in den meisten Fällen weder geimpft, noch entwurmt oder gechipt sind. All das sind Kosten, die nun Sie tragen müssen. Auch das Risiko versteckter Erbkrankheiten ist hier sehr hoch. Wenn Sie Pech haben kommen dann noch Flöhe, Würmer oder andere Parasiten hinzu, was weitere anfallende Kosten und auch Mühen bedeutet die man sich und vor allem auch dem Tier sparen kann.

 

Wenn man dann alles zusammenrechnet sind diese tollen „Schnäppchentiere“ meistens um einiges teurer als eine Katze von einem seriösen Züchter.

Bei einem seriösen Züchter hingegen haben Sie die höchste Garantie, dass das Kitten bestmöglich aufgewachsen ist, alle nötigen Impfungen, Entwurmungen und sonstige tierärztliche Versorgung genossen hat, dass seine Elterntiere frei von Erbkrankheiten sind und auch, dass Ihr neues Familienmitglied zum Zeitpunkt der Abgabe kerngesund und frei von Parasiten, stubenrein ist, Alltagsgeräusche und vor allem den Umgang mit Menschen kennen und lieben gelernt hat.

 

 

Einzelhaltung

Katzen, ganz besonders Kitten, sind keine Einzelgänger und brauchen Artgenossen um sich gesund zu entwickeln. Da dieses Thema jedoch komplexer ist widme ich ihm einen eigenen Beitrag (folgt).

 

 

Unkastrierte Katze/Kater

Katzen, die nicht zur Zucht gekauft worden sind müssen zur Gesunderhaltung unbedingt kastriert werden. Dies ist je nach Tier unterschiedlich, sodass man ein pauschales Alter nicht nennen kann. Beim Kater sagt man, wenn es aus der Toilette riecht und bei Katzen nach der ersten Rolligkeit. Wir raten jedoch dazu sie schon früher, mit ca 6-8 Monaten, kastrieren zu lassen. Dann erspart an den Tieren die Hormonschwankungen.

 

Weder Katze noch Kater sind unkastriert auf Dauer gesund !!!

Eine Katze kann alle 2 Wochen rollig werden. Abgesehen von der Lärmbelästigung der Menschen kann sich hierbei schnell eine Dauerrolligkeit oder auch eine Gebärmutterentzündung entwickeln, die zu spät entdeckt, bis zum Tode des Tieres führen kann.

Unkastrierte Kater, die nicht decken dürfen, entwickeln schnell Harngries und Blasensteine. Diese können im schlimmsten Fall bis zur Verstopfung der Harnwege führen. Das Tier kann nicht mehr Urinieren und vergiftet langsam.

Hinzu kommt bei beiden Tieren enormer Stress durch die vorhandenen Hormone.

 

 

Ungesicherte Fenster und Balkone

Der Sturz einer Katze von einem ungesicherten Balkon oder Fenster ist schnell passiert.

Dies hat nichts mit der „Dummheit“ der Katze zu tun. Sie braucht sich nur einmal durch eine knallende Tür oder ein anderes Geräusch zu erschrecken und schon ist es in den meisten Fällen passiert.

Wenn man Glück hat kann die Katze sich auf einen Vorsprung oder ein Dach retten, doch nicht immer geht so ein Sturz glimpflich aus und oft bezahlt die Katze ihn mit ihrem Leben oder schweren Verletzungen, die hohe Tierarztkosen nach sich ziehen.

Auch unbeobachtete Kippfenster können sich zur Todesfalle Ihrer Mieze entpuppen. Ein Vögelchen oder eine Fliege gesehen und schon stecken sie im Spalt zwischen Fensterrahmen und Fenster. Durch panische Bewegungen kann sie noch tiefer hinabrutschen und sich schwere Verletzungen zuziehen oder sogar qualvoll sterben. Deswegen niemlas eine Katze unbeaufsichtigt mit Kippfenstern alleine lassen.

 

Gefahrenquellen

Zu den häufigsten Gefahrenquellen zählen definitiv giftige Pflanzen. So schön sie auch sein mögen, für unsere Stubentiger können sie durchaus zu einer Vergiftung führen. Pflanzen, die man ohne Bedenken kaufen kann sind unter anderem Grünlilien, Phalaenopsis Orchideen, Zimmertannen und Hibiskus.

Weitere Gefahrenquellen können z.B. scharfe Kanten, zugängliche giftige Substanzen (z.B. Waschmittel), Plastikverschlüsse, heiße Herdplatten, Messer, usw. sein. Einfach alles, was die Mieze verschlucken oder sich anderwärtig daran verletzen könnte.
Und auch gekippte Fenster können für den Stubentiger tödlich enden (siehe oben).

 

Falsche Ernährung

Gerade die Ernährung ist ein stark diskutiertes Thema unter Katzenzüchtern und – haltern.

Wenn man sich für „Dosenfutter“ entscheidet muss man auf jeden Fall darauf achten, dass in diesem kein Getreide und auch kein Zucker vorhanden ist. Außerdem ist ein möglichst hoher Fleischanteil wichtig. Es gibt sehr starke Unterschiede in der Qualität der verschiedenen Futtersorten.

Empfehlen können wir die Marken BioforPets, Catz Finefood, Feline Porta 21, Feringa, GranataPet und Macs. Natürlich bekommen unsere Stubentiger auch zwischendurch einmal etwas, was sie sehr gern fressen aber Zucker enthält. Denn wir wollen ja auch mal was Süßes…

 

Für die Katze ist die Fütterung von Trockenfutter als Hauptmahlzeit nicht empfehlenswert, da die Katze nicht genügend Flüssigkeit aufnimmt und sich Nieren- und Blasenerkrankungen, Diabetes und Übergewicht entwickeln können.

 

In erster Linie sind Katzen jedoch Fleischfresser. Das heißt auch frisches Fleisch sollte (zumindest zwischenzeitlich) gegeben werden. Wir kaufen dieses gefroren bei unserem „Rohfleischhändler für Tiere“ oder aber auch frische Hühnerherzen, Hackfleisch, Hähnchen- oder Pute. Wer nur „BARFen“ möchte sollte zudem unbedingt auf die für die Katze lebensnotwendigen Supplemente achten.

Wichtig ist… kein rohes Schweinefleisch verfüttern. Dieses kann einen für die Katze tödlichen Virus enthalten.

 

Bei Zahnproblemen eignet sich rohes Fleisch besonders gut, da die Tiere hierauf mehr kauen müssen. Trockenfutter eignet sich nicht, wie so oft angenommen, zur Reinigung der Zähne.

Futterumstellungen jeglicher Art sollten langsam erfolgen, um Unverträglichkeiten und Verdauungsprobleme zu vermeiden.

 

 

Dies  ist nur ein kleiner Auszug aus den häufigsten Fehlern und jedes Thema wurde nur kurz angerissen. Wahrscheinlich könnte man diese Liste bis unendliche Erweitern.
Bei speziellen Fragen zu einem Thema sprechen oder schreiben Sie uns deswegen am besten einfach an.